Die Bonner Meteorologen von Donnerwetter.de haben einen auf den ersten Blick kuriosen Vorschlag, wie die Klimaerwärmung bekämpft werden kann: „Deutschlands Dächer müssen hell werden!“, bringt Michael Klein es auf den Punkt. Auf den ersten Blick kurios, doch der detailliertere Blick lohnt sich:

„Dunkle Flächen nehmen größere Energieanteile auf als helle Flächen. Würde man in Deutschland sämtliche dunklen Dächer durch helle ersetzen, würden gigantische Mengen solarer Strahlung in den Weltraum zurück geworfen“, erklärt Klein. Die Donnerwetter.de-Meteorologen haben errechnet, dass in Deutschland ca. 2,56 Milliarden Quadratmeter Wohnfläche überdacht sind. „Bei einem Austausch eines schwarzen Daches durch ein weißes erhöht sich die Reflektion um 80 Prozent. Rein rechnerisch ließen sich so in Deutschland pro Jahr 2000 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie wieder ins All zurück schicken. Das würde bis zu 20 Prozent der CO2-Treibhauswirkung kompensieren.“

Die hellen Dächer hätten aber noch weitere Vorteile: Im Inneren der Gebäude steigt die Temperatur weniger an. Während ein konventionelles Dach im Sommer etwa 60 Grad Celsius heiß wird, wird ein helles Dach nur etwa 40 Grad warm. Das bringt nicht nur angenehmeres Klima im Gebäude sondern spart auch Energie für Klimaanlagen. In Großstädten, in denen bis zu 50 Prozent der bebauten Fläche aus Dächern besteht, ließe sich sogar die Überhitzung der gesamten Stadt im Sommer vermeiden. Für Köln, Essen und Berlin rechnen die Meteorologen mit 2 Grad niedrigeren Temperaturen.

Via Finanznachrichten.de 

Mehr Informationen auf Donnerwetter.de

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