In diesem Sommer könnte der Nordpol zum ersten Mal seit Menschengedenken abschmelzen. Der unerwartet starke Rückgang des Eises in den vergangenen Jahren führen Wissenschaftler auf die Klimaerwärmung zurück.

Der Nordpol könnte nach Einschätzung eines US-Wissenschaftlers in diesem Sommer erstmals seit Menschengedenken eisfrei werden. Mark Serreze vom amerikanischen Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder (Colorado) sagte am Freitag im US-Nachrichtensender CNN: Nach der ungewöhnlich großen Eisschmelze im vergangenen Jahr gebe es dieses Jahr besonders viel „einjähriges Eis“ in der Arktis; dieses sei dünner als das „ewige“ Eis und taue deshalb auch leichter. „Ich würde sagen, es steht fünfzig zu fünfzig, dass der Nordpol abschmilzt.“

Das bedeutet allerdings nicht ein Verschwinden des gesamten arktischen Eises, erläuterte der Experte im Internetdienst LiveScience. Durch besondere Umstände könne sich lediglich am nördlichsten Punkt der Erde eine Lücke in den Eismassen bilden. Andere Wissenschaftler halten das jedoch für weniger wahrscheinlich als Serreze, wie US-Medien berichten.

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