Hamburg hat eine neue Verbündete im Kampf für den Klimaschutz: die Mikroalge Chlorella vulgaris hamburgensis. Der Energieversorger E.on hat gestern auf seinem Firmengelände in Reitbrook eine in Europa bisher einzigartige Versuchsanlage in Betrieb genommen, in der Mikroalgen klimaschädliches Kohlendioxid in Biomasse umwandeln sollen. „Ziel ist es, die Algen als biologischen Filter hinter Kraftwerke zu schalten“, sagte Dieter Hanelt, Professor am Biozentrum Klein Flottbek. Er betonte aber, dass es bis dahin noch ein weiter Weg mit viel Forschungsarbeit sei.

„Hier wird komplettes Neuland betreten“, sagte Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL). Das Projekt könne aber einen Beitrag leisten, einen wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Weg zur Energiegewinnung zu finden. Die Anlage wird mit Unterstützung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Wissenschaftsbehörde und mehrerer privater Partner betrieben. Die Stadt fördert das Projekt mit 500 000 Euro. Insgesamt investieren alle Beteiligten mehr als zwei Millionen Euro in die Pilotanlage.

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