Liebe Klimawandel-Blog-Redaktion,

alle reden vom Klimaschutz. Auch in Hamburg. Dort plant der Stromriese Vattenfall ein Kohlekraftwerk der Megaklasse. Mit einer jährlichen Emission von 8,5 Mio. Tonnen CO2 würde allein diese Anlage 40 Prozent des heutigen CO2-Gesamtausstoßes Hamburgs produzieren und damit die Klimaschutzziele der Stadt ad absurdum führen.

„Das Kohlekraftwerk Moorburg wird genehmigt“ titeln schon jetzt das Hamburger Abendblatt und die taz. Doch das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Nach wie vor wird mit der Entscheidung für Ende September gerechnet. Wenn der politische Wille da ist, kann die grün geführte Hamburger Umweltbehörde das Vattenfall-Kraftwerk verhindern.

Im Wahlkampf hatten sich die Hamburger Grünen deutlich gegen den Klimakiller ausgesprochen. Alles nur heiße Luft?

Es wäre bundesweit ein fatales Signal, wenn die grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk das Kohlekraftwerk genehmigt. Ein Rückschlag für alle, die in Deutschland gegen Kohlekraftwerke kämpfen.

Der BUND fordert dazu auf, das nicht zuzulassen und die Hamburger Grünen an ihr Wahlversprechen zu erinnern.

ONLINE-AKTION:
Unter http://www.bund.net/kohle-stoppen kann jedermann Frau Hajduk auffordern, das Kohlekraftwerk NICHT zu genehmigen.

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Hamburg hat eine neue Verbündete im Kampf für den Klimaschutz: die Mikroalge Chlorella vulgaris hamburgensis. Der Energieversorger E.on hat gestern auf seinem Firmengelände in Reitbrook eine in Europa bisher einzigartige Versuchsanlage in Betrieb genommen, in der Mikroalgen klimaschädliches Kohlendioxid in Biomasse umwandeln sollen. „Ziel ist es, die Algen als biologischen Filter hinter Kraftwerke zu schalten“, sagte Dieter Hanelt, Professor am Biozentrum Klein Flottbek. Er betonte aber, dass es bis dahin noch ein weiter Weg mit viel Forschungsarbeit sei.

„Hier wird komplettes Neuland betreten“, sagte Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL). Das Projekt könne aber einen Beitrag leisten, einen wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Weg zur Energiegewinnung zu finden. Die Anlage wird mit Unterstützung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Wissenschaftsbehörde und mehrerer privater Partner betrieben. Die Stadt fördert das Projekt mit 500 000 Euro. Insgesamt investieren alle Beteiligten mehr als zwei Millionen Euro in die Pilotanlage.

Mehr auf Abendblatt.de

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Das Bundesumweltministerium hat seine umfassende Klimaschutzinitiative auf den Weg gebracht. Mit vier neuen Programmen werden Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien in der Wirtschaft, den Kommunen sowie der Verbraucher und Verbraucherinnen gefördert. In diesem Jahr stehen dafür bis zu 400 Millionen Euro aus dem Verkauf der CO2-Emissionsrechte zur Verfügung. Davon werden 280 Millionen Euro für nationale Maßnahmen verwendet, 120 Millionen Euro fließen in internationale Projekte.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Die Klimaschutzinitiative leistet einen wichtigen Beitrag, unser Klimaschutzziel zu erreichen. Damit erschließen wir die großen Potenziale zur CO2-Einsparung in der Breite, in Schulen, mittelständischen Unternehmen und privaten Haushalten. Wir wollen damit zeigen: Klimaschutz zahlt sich für die Wirtschaft, Kommunen und Verbraucherinnen und Verbraucher aus. Wer heute investiert, wird morgen durch niedrigere Energiekosten belohnt.“ In Deutschland sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent (gegenüber 1990) gesenkt werden.

Städte, Gemeinden und Landkreise, Kirchen, Hochschulen und Theater stehen im Mittelpunkt der Richtlinie für Klimaschutz in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen. Gefördert werden die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und ein „Klimaschutzmanager“, der die Umsetzung unterstützt. Die Förderung kann maximal drei Jahre laufen. Darüber hinaus unterstützt das Bundesumweltministerium Modellprojekte mit dem Leitbild der CO2-Neutralität, z.B. in Schulen, Schwimmbädern oder Rathäusern. Stehen nur einzelne Ersatzinvestitionen an wie eine neue Innenbeleuchtung, gibt es für besonders energieeffiziente Technologien einen Zuschuss.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Impulsprogramm für kleine Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Diese Mini-KWK-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, nutzen dadurch die eingesetzte Energie sehr effizient und sind eine der wirksamsten Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen. Mini-KWK-Anlagen können überall dort eingesetzt werden, wo viele Stunden im Jahr Wärme gebraucht wird, z.B. in Wohngebäuden, Hotels oder Altenheimen. Für diese Anlagen gibt es einen Investitionszuschuss.

Das Impulsprogramm für gewerbliche Kälteanlagen fördert hocheffiziente und klimafreundliche Kältetechnik durch Zuschüsse zu Beratung (StatusCheck) und Investitionen (Alt- und Neuanlagen). Bei der gewerblichen Kältetechnik sind noch außerordentliche Einsparungen an Geld, Energie und CO2-Emissionen möglich. Allein mit am Markt verfügbarer Technik könnten in Deutschland jährlich ca. 11 Mrd. Kilowattstunden (die Produktion zweier Kraftwerke mit Kohle- oder Gasbetrieb) eingespart werden.

Biomasse ist ein wichtiger Energieträger der Zukunft, sei es für Strom, Wärme oder Kraftstoffe. Gleichzeitig ist die nachhaltige und klimafreundliche Nutzung der Biomasse eine große Herausforderung. Das Bundesumweltministerium fördert daher mit der Klimaschutzinitiative Forschungs- und Pilotprojekte, um Lösungen für noch offene Fragen zu entwickeln und eine nachhaltige Biomassestrategie voranzubringen.

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Die Tagesschau berichtete heute in der 20Uhr Sendung über die Forderung der Bundesregierung an die Autoindustrie mehr umweltfreundliche Technolgien einzusetzen.

tageschau vom 04.05.08

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Dass der Tourismus auch am Klimawandel beteiligt ist, ist unbetritten. Jeder Einzelne kann auch etwas Positives beitragen: So ermuntern immer mehr Airlines und Reiseveranstalter ihre Gäste zu Zahlungen an Organisationen wie Atmosfair und MyClimate. Wie viel die Klimaspende kostet, ist aber ganz unterschiedlich.

Kohlekraftwerke, Autoverkehr, schlecht gedämmte Hausdächer – die Liste der Faktoren für den Klimawandel ist lang. Immer wieder wird aber auch der Tourismus genannt, speziell der Flugverkehr pustet viel Kohlendioxid (CO2) in die Luft. Von 2012 an werden Fluggesellschaften deshalb Emissionsrechte kaufen müssen, wenn sie in Europa starten und landen wollen; Flugtickets dürften dadurch teurer werden. Doch auch heute schon kann jeder Fluggast etwas unternehmen, um den durch ihn verursachten CO2-Ausstoß auszugleichen.

Mehr auf welt.de

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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt den Ausgang der Klimaschutzkonferenz auf Bali als „mühsam errungenen, aber tragfähigen Kompromiss mit substantiellen Festlegungen“. „Das Ergebnis von Bali ist weniger, als Deutschland und die EU sich gewünscht hätten. Aber es ist weitaus besser, als angesichts der schwierigen Ausgangslage und der unterschiedlichen Interessen zu erwarten war“, sagte Gabriel nach Beendigung der zweiwöchigen Klimakonferenz. „Das Signal von Bali lautet: Die Staatengemeinschaft will in den kommenden zwei Jahren ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll aushandeln. Und: Sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer wollen ihre Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken. Gemessen daran, wie festgefahren die Situation noch auf dem letzten Klimagipfel in Nairobi war, ist Bali ein großer Fortschritt.“

Das in Bali beschlossene Verhandlungsmandat enthält eine Reihe anspruchsvoller Festlegungen sowohl für Industrieländer als auch für Entwicklungsländer.
Alle Industrieländer, die USA eingeschlossen, wollen deutlich stärkere Verpflichtungen oder Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Diese Anstrengungen, die quantifizierte Ziele zur Begrenzung und Minderung der Treibhausgasemissionen ausdrücklich einschließen, müssen „messbar, dokumentierbar und nachprüfbar“ sein. Und sie müssen bei Berücksichtigung nationaler Besonderheiten untereinander vergleichbar sein. Eine Entscheidung über die internationale Verbindlichkeit dieser Ziele war von Bali nicht zu erwarten.

Es ist ein Riesenfortschritt, dass in Bali die Entwicklungsländer, die weit weniger zu den Ursachen des Klimawandels beigetragen haben, erstmals zugestimmt haben, ihrerseits weitergehende Maßnahmen zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes zu ergreifen. Auch diese Maßnahmen werden in der Erklärung von Bali mit den Attributen „messbar, dokumentierbar und nachprüfbar“ versehen. Dass die Entwicklungsländer dabei technologisch und finanziell unterstützt werden wollen, ist eine Selbstverständlichkeit.

Es ist nicht beliebig, worüber verhandelt wird, sondern es gibt klare Vorgaben für langfristige und mittelfristige Ziele. Das Verhandlungsmandat orientiert sich dabei an den wissenschaftlichen Erkenntnissen des IPCC, auf dessen jüngsten Synthesebericht hingewiesen wird. Für die Industrieländer wird darin für 2020 u. a. eine Reduzierung um 25 bis 40 Prozent für erforderlich gehalten. Die Verhandlungen müssen Antwort geben auf die Fragen, die der IPCC uns stellt.

Auch in anderen Bereichen wurden in Bali wichtige Entscheidungen getroffen: Erstmals wurde im Bereich Technologietransfer ein konkretes und umfassendes Arbeitsprogramm verabschiedet. Der Adaptionsfonds, aus dem Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel finanziert werden, wurde verabschiedet. Neu ist auch, dass die Entwaldung in das zukünftige Klimaregime einbezogen werden soll. Bereits im Frühjahr 2008 wird eine erste Sitzung der neu eingerichteten Verhandlungsgruppe stattfinden.

Die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls beschlossen in Bali ebenfalls einen anspruchsvollen Verhandlungsfahrplan mit konkreten Zielvorgaben. Darin erkennen diese Staaten mit ausdrücklichem Hinweis auf den IPCC-Bericht an, dass die Industrieländer bis 2020 ihre Emissionen um 25 bis 40 Prozent senken müssen.
Sigmar Gabriel: „Bali hat die Grundlage dafür geschaffen, dass wir mit Aussicht auf Erfolg in die Verhandlungen über ein zweites Klimaschutzabkommen treten können. Bali war anstrengend und mühsam. Aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst.“

Quelle: BMU.de

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Summary of the speach of Al Gore at the Climate Change Conference.

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